Sonntag, 30. August 2009

Nachtrag: Israel

Israel ist anders. Dass wir von dort nur so kurz von uns hören ließen, lag vor allen Dingen an den unverschämt hohen Internetpreisen. Wenn man vier Euro für eine Stunde zahlen muss, macht man eben doch nur das Nötigste. Aber auch sonst lagen die Preise in Israel um einiges höher als in Jordanien oder Syrien. In Damaskus kamen wir für die ersten zwei Nächte in einem der schickeren Hotels unter (unsere Reiseführer-Autorin zählte es zur "Goldenen Mitte"). Für ein hübsches Doppelzimmer mit Fernseher, Minibar, sauberer Bettwäsche und gutem Badezimmer zahlten wir pro Nacht zu zweit 15 Euro. Für das gleiche Geld bekamen wir in Israel bloß ein Einzelbett im Schlafsaal.
Aber nicht nur die Preise sind im Heiligen Land anders als bei seinen Nachbarn. Nach dem Grenzübergang Aqaba-Eilat sahen wir uns mit Digitalanzeigen und Servicetelefon im Busbahnhof konfrontiert. Keine geschäftigen Männer mehr, die ihr Fahrtziel ausrufen und einen ins nächste Büro ziehen - hier musste man Schlange stehen, um an sein Ticket zu kommen. Außerdem bewegten sich die Menschen hier weitaus offener, für mich ein wahrer Kulturschock! Mädchen in Hotpants und Bikinioberteil, Paare, die sich öffentlich küssten und Händchen hielten - nachdem ich mich so an die arabisch-muslimischen Sitten gewöhnt hatte, war das für mich ein ganz und gar unheiliger Empfang.

Für uns ging es zunächst in die Hauptstadt Israels: Jerusalem. Wir logierten in der Hauptstadt, wo Christen, Araber, Juden und Aramäer nebeneinander wohnen und das geschäftige Treiben in den engen Kopfsteinpflastergassen einen Eindruck gibt, wie das Leben zur Zeit Jesu ausgesehen haben könnte. Von Jerusalem haben wir in den paar Tagen nur den kleinsten Teil gesehen, aber das allein war spannend genug: Ein Besuch vor der Klagemauer, Feilschen im arabischen Viertel, leckeres Obst, Gemüse und Brot (!) auf dem jüdischen Markt, die Grabeskirche, ein Besuch bei Freunden von Freunden von Freunden im Johanniter-Hospiz und und und.


Zweite Etappe: Haifa, eine Hafenstadt, in der das Heiligtum der Bahai-Religion zu finden ist - die Bahai-Gärten.

Wirklich schön und eine Pflicht für jeden Bahai, dort einmal spazieren gegangen zu sein. Von Haifa aus besuchten wir außerdem das Kibbuz Ramat Yohanan, waren zu einem Sabbat-Essen eingeladen, wurden über das gesamte Gelände geführt und mit Informationen geradzu überhäuft.

Die letzten Tage verbrachten wir in Tel Aviv, Sonne, Strand, Meer zum Abschied. Vielmehr haben wir dort auch nicht gesehen. War aber auch schön.

Samstag, 29. August 2009

Zurück in Bremen

Wir sind wieder da und müssen uns erstmal wieder ein bisschen eingewöhnen in diesem ordentlichen Land, dieser ruhigen Stadt und dem ziemlich erfrischenden Klima. Aus Israel konnten wir, trotz aller Warnungen vor Endlosdurchsuchungen, sehr einfach und problemlos ausreisen. Allein persönliche Fragen nach unserer Beziehung und unserem Zusammenleben zeugten von einer gewissen Kontrolle am Flughafen, dafür durfte ich meine Wasserflasche mit ins Flugzeug nehmen.
Erstes, zugegeben allzu kurzes Fazit: Schöner Urlaub!

Weiteres dazu hier oder eben auch mal persönlich, wär ja auch ganz schön...

Donnerstag, 27. August 2009

Israel

In aller Kuerze: Israel war auch eine Reise wert, morgen Nacht geht's zurueck. Sollte uns jemand vom Flughafen abholen wollen: Wir landen um 6.05 in Hamburg. Schoene Gruesse aus Tel Aviv!

Freitag, 14. August 2009

Urlaub vom Urlaub

Muss auch mal sein. Zwei Strandtage haben wir uns hier gegoennt, in Aqaba, der suedlichsten Stadt in Jordanien nahe den Grenzen zu Aegypten, Saudi Arabien und Israel. Mit zwei Billigstschnorcheln (Schon zwei Mal wurden wir darauf hingewiesen, dass wir miserable Qualitaet auf der Nase sitzen haetten: "This is plastic, try glass!" - haben wir aber auch selber schon bemerkt) konnten wir uns schon an unzaehligen bunten Fischen erfreuen, die nur wenige Zentimeter unter uns im Roten Meer leben. Daneben geniessen wir den Luxus einer Klimaanlage, eines Kuehlschranks sowie eines Fernsehers im Hotelzimmer. Und schnelles Internet. Auch mal schoen.

Morgen geht's dann weiter. Vom Strand aus koennen wir Elat schon sehen. Zum Abschied noch ein paar Bilder aus Jordanien:

Schon mal das war ganz anders als im Nachbarland: In Jordanien geht's immer bergauf und bergab. Manchmal sanft, manchmal extremer.

Amman, Jordaniens Hauptstadt. Fast mittig die Zitadelle und hinten, alles ueberragend, die jordanische Flagge. Steht mit ihren 120 qm im Guinnes Buch der Rekorde und soll den Jordaniern mehr Identitaetsgefuehl beibringen.

Petra, mein erstes Weltwunder. Nach elf Stunden Marsch durch die in Fels gehauene und wirklich beeindruckende Nabataeer-Stadt liessen wir ein weiteres Wuestenziel kurzerhand links liegen und fuhren sofort ans Meer.

War eine gute Entscheidung. Hier koennen wir (im Schatten!) rumliegen und im Wasser bunten Fischen nachschwimmen. Heute war's uebrigens ein bisschen wie an der Nordsee, nur dass der Wind heiss und trocken war. Im Hintergrund ist schon Israel. Und hinter unserem Ruecken begann die Wueste.

Mittwoch, 12. August 2009

Zu Middach bei Vaddern

Romantik

vorne

hinten

Neuer Job


Aufgrund der 2:3-Niederlage haben sich die Bierrucksackverkaeufer aus dem Weserstadion nach Syrien verdrueckt. Statt Gerstensaft verkaufen sie nun Dattelsaft.